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Zinseszins

Zinseszinsen erhalten Anleger immer dann, wenn die Bank die bereits erhaltenen Zinsen nochmals verzinst. Das geschieht auf unterschiedliche Weisen. Bei Festgeldern zahlen die einen Anbieter die Zinserträge sofort auf das Girokonto aus. Bei den anderen verbleiben sie auf dem Festgeldkonto, dies führt in der Folge zu einem Zinseszins.

  • Zinseszins: Der zusätzliche Ertrag

    Ein ähnlicher Effekt findet sich bei Fonds mit Thesaurierung. Bei diesen überweisen Gesellschaften die erwirtschafteten Erträge nicht jährlich an die Anleger, stattdessen behalten sie diese Summen und legen sie erneut an. Mögliche Zinseszinsen spielen auch bei der Wahl von Tagesgeldkonten eine wichtige Rolle. Es interessiert nicht allein der aktuelle Zinssatz, sondern auch die Häufigkeit der Zinszahlung. Offeriert eine Bank mehr als einmal im Jahr eine Zinsausschüttung, ergibt sich ein unterjähriger Zinseszins.


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  • Rendite umfassend vergleichen

    Um eine Geldanlage bewerten zu können, genügt aber nicht der Blick auf die Zinseszinsen. Als Sparer müssen Sie umfassend die Rendite begutachten. Bestenfalls nutzen Sie hierfür Tagesgeld oder Festgeldrechner, diese beziehen auch mögliche Zinseszinsen mit ein. Zugleich sollten Sie beim Vergleich weitere Aspekte berücksichtigen. Wünschen Sie Flexibilität, empfiehlt sich ein Tagesgeldkonto.

    Wie bei einem Girokonto können Sie täglich über das Geld verfügen, erhalten aber attraktive Zinsen. Benötigen Sie dagegen eine bestimmte Summe für einen gewissen Zeitraum nicht, empfiehlt sich das Angebot einer Festgeldbank. Festgelder garantieren Banken Planungssicherheit, das honorieren Sie mit höheren Zinsen als beim Tagesgeld.

    Bei Festgeldern kommt es darüber hinaus auf die ideale Laufzeit an. Grundsätzlich gilt: Für längere Zeiträume kassieren Sie höhere Zinsen und bei Nicht-Auszahlung der Zinsen erzielen Sie einen ansprechenden Zinseszins-Effekt. Die empfehlenswerte Laufzeit hängt aber auch von dem aktuellen Zinsniveau und der wahrscheinlichen Zinsentwicklung ab.

    Setzt die Europäische Zentralbank momentan auf niedrige Zinssätze oder gibt sie gar einen Negativzins vor, wirkt sich das auf die allgemeinen Festgeldzinsen aus. Sie müssen im Durchschnitt mit eher geringen Zinsen rechnen. Sollten in absehbarer Zeit Zinserhöhungen in Aussicht stehen, entscheiden Sie sich am besten für eine kürzere Laufzeit und legen Sie das Geld später zu besseren Konditionen erneut an.

    Eventuell bleiben die Zinsen aber auf längere Sicht auf einem niedrigen Niveau, dann können Sie selbstverständlich auch einen längerfristigen Zeitraum wählen. In jedem Fall gilt: Verwenden Sie einen Festgeldrechner und berücksichtigen Sie auch Festgeldbanken im Ausland, die häufig höhere Zinssätze als in Deutschland bieten.


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