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Sparkonto

Bei Sparkonten handelt es sich um verzinste Spareinlagen, welche Banken in unterschiedlicher Form bieten. Lange Zeit dominierte in Österreich und Deutschland das klassische Sparbuch, auch Sparbriefe erfreuten sich großer Beliebtheit. Heute setzen Anleger zunehmend auf Tagesgeldkonten und Festgeldkonten, auf denen sie höhere Zinssätze erhalten. Im Prinzip ähneln diese beiden modernen Typen der Geldanlage den Sparbüchern und -briefen.

Bei einem Festgeldkonto legen Sparer zum Beispiel wie bei einem Sparbrief einen Betrag für eine bestimmte Laufzeit fest an, dafür erhalten sie jährlich oder gesammelt am Ende der Laufzeit Zinsen. Es gibt aber auch Unterschiede: So begrenzen Banken bei Sparbüchern meist den abhebbaren Betrag innerhalb eines gewissen Zeitraums, während Besitzer von Tagesgeldkonten unbeschränkt über ihr Guthaben verfügen können.

  • Rendite und Sicherheit

    Die finanzielle Attraktivität eines Sparkontos hängt ausschließlich vom Zinssatz ab, Kursschwankungen spielen hier keine Rolle. Entsprechend leicht lassen sich diese Anlageformen vergleichen. Angesichts erheblicher Zinsunterschiede zwischen den Banken empfiehlt sich ein Vergleich verschiedener Sparkonten dringend.

    Interessierte sollten beim Zinsvergleich insbesondere darauf achten, ob es zu einem Zinseszinseffekt kommt. Zahlt eine Bank zum Beispiel bei einem Tagesgeldkonto die Zinsen öfters als ein Mal im Jahr aus, liegt die tatsächliche Verzinsung höher als der angegebene Jahreszins. Zudem differieren die Zinssätze je nach Länge der Laufzeit. Bei einem Sparkonto mit zehnjähriger Laufzeit gewähren die Institute einen deutlich höheren Zinssatz als bei einem kurzfristigen Festgeld. Weil die Banken bei langen Laufzeiten von mehr Planungssicherheit profitieren, honorieren sie dies mit besseren Konditionen.

    Das Zinsniveau unterscheidet sich auch zwischen verschiedenen Ländern. In Staaten wie Portugal, Tschechien oder Kroatien können sich Sparer beispielsweise über höhere Zinsen als in Österreich freuen. Diese attraktiven Zinsen bleiben deutschen Anlegern aber nicht verwehrt: Sie können auch bei portugiesischen und anderen Banken risikolos ein Sparkonto eröffnen. Über den Anbieter Savedo funktioniert das mit minimalem Aufwand. In der gesamten EU gilt für Sparkonten die gesetzliche Einlagensicherung, die im Fall einer Bankenpleite Staaten dazu verpflichtet, alle Guthaben bis 100.000 Euro zu schützen.


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