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Quellensteuer

Wer in Deutschland oder Österreich steuerpflichtig ist, zahlt in der Regel 25 Prozent Abgeltungssteuer auf seine Kapitalerträge. Zusätzlich fällt in dem Land, also der Quelle, wo der Kapitalertrag erwirtschaftet wurde, unter Umständen noch eine sogenannte Quellensteuer an. Diese Ertragssteuer müsste an das dortige Finanzamt abgeführt werden. Sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) ermöglichen es allerdings, dass Quellensteuern deutlich minimiert, nicht selten sogar auf 0 Prozent gesenkt werden können.

  • Quellensteuern in Deutschland und Österreich

    Die Quellensteuer ist die Bezeichnung für einen Steuerabzug, der dort abgeführt wird, wo er entsteht, also an der Quelle der Einnahmen. In Deutschland und Österreich gibt es verschiedene Quellensteuern. Eine davon ist die Einkommensteuer eines nichtselbstständigen Arbeitnehmers. Diese Steuer wird direkt vom Lohn oder Gehalt abgeführt. Der Arbeitgeber gilt als Quelle des Lohns und zahlt die Steuer an das Finanzamt aus. Daneben müssen weitere Quellensteuern abgeführt werden. Dazu gehören unter anderem Kapitalerträge, die über dem jeweils geltenden Freibetrag liegen. Auch Erträge aus sportlichen und künstlerischen Einnahmequellen unterliegen der Quellensteuer. Weiterhin werden Vergütungen für Aufsichtsräte und unternehmerische Bauleistungen mit gewerblichem Hintergrund mit einer Quellensteuer belegt.


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  • Vorgaben für die Besteuerung ausländischer Quellen

    Erzielt ein deutscher oder österreichischer Staatsbürger im Ausland Einnahmen, die der Besteuerung unterliegen, müssen diese Steuern in der Regel in dem Land abgeführt werden, in dem sie erzielt wurden. Darüber hinaus sind die Einnahmen bei der Steuererklärung anzugeben. Unter Umständen kann es dadurch zu einem doppelten Steuerabzug kommen. Dies ist der Fall, wenn die gesamten Einnahmen so hoch sind, dass die Freigrenzen überschritten werden.

    Um dies zu verhindern, gibt es mit verschiedenen Ländern ein so genanntes Doppelbesteuerungsabkommen (DBA). In diesem Abkommen ist geregelt, dass ein und dieselben Einkünfte nicht in mehreren Ländern besteuert werden. Auf diese Weise soll eine mehrfache Steuerzahlung vermieden werden. In dem Abkommen ist genau festgelegt, in welchem Staat die Einkünfte zu besteuern sind. Darüber hinaus gibt es eine Obergrenze für die Zahlung der Quellensteuer. Ist diese Grenze innerhalb des festgelegten Zeitraums erreicht worden, darf keine weitere Besteuerung vorgenommen werden.


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  • Wie lässt sich die Quellensteuer reduzieren?

    Das Doppelbesteuerungsabkommen tritt nicht automatisch in Kraft. Es muss von den Regierungen der jeweiligen Länder beschlossen werden. Deutschland und Österreich haben mit Tschechien, Portugal, Kroatien und vielen anderen Ländern ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Deutsche und österreichische Staatsbürger, die in diesen Ländern ein steuerpflichtiges Einkommen erzielen, können eine Reduzierung der Quellensteuer nach dem Doppelbesteuerungsabkommen bewirken.

    Für die Reduzierung der Steuer sind verschiedene Nachweise erforderlich. So wird eine Ansässigkeitsbescheinigung benötigt, die Anleger von dem für sie zuständigen Finanzamt bekommen. Diese Bescheinigung bestätigt, dass der Anleger in Deutschland oder Österreich ansässig ist und in dem jeweiligen Land die Körperschaftssteuer entrichtet.

    Weiterhin enthält die Bescheinigung die Steuernummer. Mit dieser Bescheinigung kann eine doppelte Besteuerung verhindert oder zumindest deutlich reduziert werden. Die Ansässigkeitsbescheinigung ist jedoch nur in Ländern gültig, mit denen Deutschland und Österreich ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) vereinbart haben.

    Wenn Anleger ihren Hauptwohnsitz in einem anderen Land haben, müssen sie unter Umständen in beiden Ländern Steuern zahlen. In der Regel gibt es jedoch verschiedene Möglichkeiten, wenigstens einen Teil der gezahlten Steuern über die Steuererklärung erstattet zu bekommen.


    Eine Liste aller Staaten, mit denen Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat, sowie Informationen über die Höhe und entsprechende Entlastungsmöglichkeiten von der Quellensteuer finden Sie auf den Webseiten des Bundeszentralamts für Steuern zum Download.

    Formulare zur Entlastung von ausländischen Quellensteuern stellt ebenfalls das Bundeszentralamt für Steuern zur Verfügung.

     

     


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  • Quellensteuer auf Savedo Festgeldzinsen

    Die eingesparten Steuern können wiederum gewinnbringend angelegt werden. So kann etwa über Savedo ein Festgeldkonto bei einer europäischen Bank eröffnet werden. Hierbei profitieren Anleger von besonders günstigen Konditionen und gewinnbringenden Zinsen.

    Savedo arbeitet ausschließlich mit Banken aus europäischen Ländern zusammen, die mit Deutschland beziehungsweise Österreich ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen haben, wodurch generell eine deutliche Reduzierung der Steuer möglich ist. Abgesehen von Zinseinnahmen in Portugal, hier fallen nach Reduzierung gemäß Doppelbesteuerungsabkommen noch 15 Prozent Quellensteuer an, können für alle weiteren Festgeldkonten von Savedo die Quellensteuern auf Zinserträge auf 0 Prozent reduziert werden.


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  • Savedo hilft Ihnen, die Quellensteuer zu reduzieren

    Savedo hilft Ihnen dabei, die Quellensteuer bzw. Abgeltungsteuer für Zinserträge zu reduzieren, und übernimmt kostenfrei einen großen Teil der Formalitäten für Sie. Dazu wird Savedo Sie rechtzeitig kontaktieren, bevor die Steuer fällig ist. Die vorausgefüllten Steuerformulare erhalten Sie als PDF-Dokumente in Ihrem Kundenbereich. Anschließend erklärt Ihnen Savedo genau, was weiter zu tun ist.


    Detaillierte Informationen zur Reduzierung der Quellensteuer in Tschechien, Portugal und Kroatien finden Sie in unserem Informationsangebot zum Thema Besteuerung von Geldanlagen im EU-Ausland.


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