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Geldanlage in Österreich

Einst galt Österreich als ein Land mit steuerlichen Vorzügen, die sich aus dem österreichischen Bankengehemins und der moderaten Besteuerung der Zinsen ergeben haben. Allerdings ist Österreich heute aus steuerrechtlicher Perspektive kein Paradies mehr. Ursache hierfür ist vor allem die EU-Richtlinie zur einheitlichen Besteuerung von Zinserträgen innerhalb der Europäischen Union. 

  • Einheitliche Besteuerung

    Die europaweiten Maßnahmen zur einheitlichen Besteuerung der Zinseinahmen dienen der Schließung von Steuerschlupflöchern. Dessen ungeachtet, bietet der Alpenstaat nennenswerte Zinsangebote und kann für ausländische Anleger durchaus eine Reise wert sein, um eine Geldanlage abzuschließen.

    Zahlreiche Finanzinstitute aus dem Ausland setzen in Österreich über Zweigniederlassen ihre Grundsteine und offerieren Neukunden attraktive Zinsen. Oftmals dient Österreich als erstes Land für den Markteintritt in den europäischen Binnenmarkt.


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  • Zinsen in Österreich

    Der aktuelle Leitzins der Europäischen Zentralbank befindet sich gerade auf einem historischen Zinstief. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise soll eine lockere Zinspolitik die allgemeine Kaufkraft stärken und somit die Wirtschaft ankurbeln. Die Änderungen der europäischen Geldpolitik hatten erhebliche Auswirkungen auf die Zinsen für sicherheitsorientierte Sparer. So können österreichische Kleinanleger im eigenen Land kaum noch transparente Geldanlagemöglichkeiten mit hohen Zinsen finden.

    Diese Zinsentwicklung zeigt sich auch in anderen europäischen Mitgliedstaaten. Vor allem die Verzinsungen auf österreichische Festgeldanlagen sind stark gesunken, weitaus gravierender noch waren die Zinssenkungen auf Sparanlagen wie Sparbücher.

    Ein allgemeiner Zinsvergleich zwischen Österreich und Deutschland offenbart viele Gemeinsamkeiten. Die durchschnittliche Sparzinsquote ist in beiden Ländern nahezu gleich, denn beide Staaten befinden sich in der Euro-Zone und unterliegen den gleichen geldpolitischen EU-Richtlinien. Ebenso zeigen sich Übereinstimmungen bei der wirtschaftlichen Lage sowie beim Anlage- und Konsumverhalten. Aufgrund der direkten Nachbarschaft bestehenden zwischen Deutschland und Österreich auch enge wirtschaftliche Beziehungen, die ebenfalls ein Grund für die gegenwärtige Zinsangleichung sind.


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  • Einlagensicherungen von Deutschland und Österreich gleichwertig

    Für sämtliche Partnerbanken von Savedo gelten die Richtlinien zur Europäischen Einlagensicherung, diese sind die gleichen wie auch für deutsche und österreichische Finanzinstitute. Zur Absicherung der Kundeneinlagen hat die Europäische Union die EG-Richtlinien 94/19/EG (CELEX Nr. 394L0019 / 31994L0019) und 97/9/EG (CELEX Nr. 397L0009 / 31997L0009) verabschiedet. Das bedeutet, dass Festgeldanlagen innerhalb der Europäischen Union bis zu einem Anlagebetrag von 100.000 Euro pro Bank und Kunde zu 100 Prozent abgesichert werden müssen. Im Falle einer Bankinsolvenz greifen damit die Schutzmaßnahmen des jeweiligen nationalen Sicherheitsfonds. Die Alpenrepublik hat diese Sicherheitsrichtlinien im Bankwesen-Gesetz (BWG) in innerstaatliches Recht umgesetzt.

    Laut den Regularien der österreichischen Einlagensicherung muss jedes Kreditinstitut ein Mitglied von einem der fünf Fachverbände sein. Alle fünf Fachverbände müssen der Verpflichtung nachkommen, Absicherungseinrichtungen zum Schutz der Kundeneinlagen und allgemeinen Anlegerschutz zu gewährleisten.

    Die EU-Einlagensicherungsrichtlinien umfassen die Kundeneinlagen auf verzinste und nicht-verzinsten Konten wie einem Girokonto, Gehaltskonto, Tagesgeldkonto, Sparbuch oder Festgeldkonto. 


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