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Geldanlage

Bei Geldanlagen setzen die Österreich nach wie vor auf Sicherheit. Das Gros der Anlagegelder fließt in Einlagen bei Kreditinstituten. Zurückhaltend zeigen sich Sparer dagegen bei Wertpapieren, insbesondere bei Aktien. Sie scheuen das im Vergleich größere Risiko und sind bereit, dafür Abstriche bei der Rendite in Kauf zu nehmen. Die wichtigsten Arten von Bankeinlagen als Formen der Geldanlage werden im Folgenden vorgestellt. Im wesentlichen handelt es sich dabei um Spareinlagen, Tagesgelder und Festgelder. 

  • Geldanlage I: Sparbuch

    Lange galt das klassische Sparbuch mit dreimonatiger Kündigungsfrist als das Anlageprodukt schlechthin. Bei Sparbüchern handelt es sich um zeitlich nicht befristete Einlagen bei einem Kreditinstitut. Die Zinsen sind beim Sparbuch variabel und können der Marktlage entsprechend angepasst werden. Für Sparbücher waren früher besondere gesetzliche Vorschriften relevant, die inzwischen weitgehend dereguliert wurden. Über das normale Sparbuch kann monatlich bis zu einem Betrag von 2.000 Euro kündigungsfrei verfügt werden, ansonsten ist die dreimonatige Kündigungsfrist zu beachten. Viele Institute bieten auch Sparbücher mit längeren Kündigungsfristen und geringfügig höheren Zinsen, die Verfügbarkeit ist dann entsprechend eingeschränkt. Durch das Aufkommen von Tagesgeldern hat das Sparbuch aber inzwischen längst an Attraktivität eingebüßt. 


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  • Geldanlage II: Tagesgeld

    Tagesgelder sind täglich verfügbare Einlagen bei einer Bank. Hier gibt es keine Verfügungsgrenzen oder Kündigungsfristen wie beim Sparbuch. Tagesgelder sind daher im Vergleich deutlich flexibler. Ähnlich wie bei Sparbüchern ist die Verzinsung variabel und die Laufzeit offen. Viele Banken nutzen das Tagesgeld als Instrument zur Neukundengewinnung und bieten daher zum Teil Zinssätze, die über denen von anderen Spareinlagen liegen. Da die Zinssätze nicht garantiert sind, sondern sich im Zeitablauf ändern können, eignet sich Tagesgeld weniger für eine längerfristige Geldanlage. Als Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben oder um Geld zu parken, kann es dagegen sinnvoll sein. Für längerfristiges Sparen eignen sich Festgeldkonten aber wesentlich besser.


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  • Geldanlage III: Festgeld

    Bei Festgeld handelt es sich um eine Bankeinlage mit fester Laufzeit und fester Verzinsung - daher die Bezeichnung. Festgeldanlagen werden für ganz unterschiedliche Anlagedauern angeboten. Die Laufzeiten reichen von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren und mehr. Anders als Sparbücher und Tagesgelder bieten Festgelder garantierte Zinsen. Die Bank darf den vereinbarten Zinssatz während der Anlagezeit nicht ändern. Die erzielbare Rendite lässt sich daher vorab sicher kalkulieren. Dafür kann in diesem Zeitraum üblicherweise nicht über das angelegte Geld verfügt werden. Wegen der fehlenden Verfügbarkeit für Kunden sind Festgelder meist besser verzinst als andere Bankeinlagen. Dabei gilt die Regel: je länger der Festlegungszeitraum, desto höher der Zinssatz. Festgelder werden vielfach erst ab einem bestimmten Anlagebetrag, zum Beispiel 5.000 Euro, angeboten.


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  • EU-Einlagensicherung: Schutz für Spareinlagen

    Bankeinlagen sind deshalb eine besonders sichere Geldanlage, weil hier der gesetzliche Einlagenschutz besteht. Die Anlagegelder sind daher auch im Falle einer Bankinsolvenz geschützt. Die Einlagensicherung ist in der EU einheitlich geregelt. Danach sind Einlagen bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Kunde und pro Bank in jedem EU-Staat durch das jeweilige gesetzliche Einlagensicherungssystem abzusichern. Dies gilt für Deutschland wie für jedes andere EU-Land. Es spielt für den Einlagenschutz keine Rolle, um welche Art von Einlagen es sich handelt. Festgelder sind genauso sicher wie Tagesgelder oder Spareinlagen.

    Dies macht es für Anleger attraktiv, das oft höhere Festgeld-Zinsniveau in anderen EU-Ländern zu nutzen, ohne auf Sicherheit verzichten zu müssen. Savedo bietet einen schnellen Weg zur Geldanlage im europäischen Ausland.


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