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Festgeld Laufzeit

Die Festgeld-Laufzeit ist jene Zeitspanne, in denen Sparer ihr Geld fest bei einer Bank anlegen. Während der Laufzeit können sie in der Regel nicht frei über den Anlagebetrag verfügen. Erst am Ende der Laufzeit überweist die Bank den Einlagebetrag (inklusive Zinsgewinn) wieder zurück. Alternativ können sich Sparer für eine erneute Geldanlage entscheiden.

 

 

  • Welche Laufzeit beim Festgeld ist die richtige für mich?

    Die Bandbreite bei den Festgeld-Laufzeiten reicht von wenigen Monaten bis zu zehn Jahren. Ein Festgeld mit bis zu einem Jahr Laufzeit lässt sich als kurzfristige Kapitalanlage bezeichnen, Festgeld mit bis zu fünf Jahren Laufzeit als mittelfristige Anlage, alles darüber gilt als langfristiges Festgeld.

    Für welche Laufzeit bei der Festgeldanlage sich Sparer entscheiden, hängt stark von den persönlichen Sparzielen der Anleger ab. Wer über einen längeren Zeitraum auf Teile seiner Ersparnisse verzichten kann, für den können Festgelder mit Laufzeiten von drei bis zehn Jahren eine lohnende Anlagemöglichkeit sein. Denn bei längeren Laufzeiten für eine Festgeldanlage werden meist höhere Zinsen von den Banken angeboten.

    Wer seine Ersparnisse nicht allzu lang binden und mit seinem Geldvermögen flexibel bleiben will, der sollte sich eher an Festgeldanlagen mit kurzfristiger bis mittelfristiger Laufzeit von maximal zwei Jahren orientieren. Bei diesen Anlagezeiträumen werden zwar vergleichsweise geringere Zinserträge erzielt, allerdings können die Anleger auch schneller wieder über ihr Geld verfügen,  

     

     


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  • Die unterschiedlichen Zinszahlungen beim Festgeld

    Ein Unterschied besteht bei allen Festgeldern hinsichtlich der Zinszahlungen. Bei den einen Festgeldanlagen überweisen Banken jährlich den Zinsertrag auf ein vom Anleger angegebenes separates Konto, beispielsweise das Girokonto bei der Hausbank. Bei den anderen sammeln sie den Zins und den entstehenden Zinseszins auf dem Festgeldkonto an, die Auszahlung zusammen mit der Anlagesumme erfolgt dann am Ende der Festgeld Laufzeit.

    Der Vorteil bei einer jährlichen Zinsauszahlung besteht darin, dass den Sparern bereits während einer aktiven Festgeldanlage immer wieder Zinsgewinne zur freien Verwendung zur Verfügung stehen. Je nach Anlagesumme können somit jährlich einige Hindert bis Tausend Euro an Zinserträgen ausbezahlt werden. 

    Als erheblicher Nachteil bei jährlichen Zinszahlungen darf aber gelten, dass Anleger hierbei nicht vom Zinseszinseffekt profitieren können. Durch den Zinseszins erhöht sich der ursprünglich von der Bank versprochene Zinssatz (Nominalzins) für eine Festgeldanlage teils enorm. Da nicht nur auf die investierte Anlagesumme Zinsen gezahlt werden, sondern nach dem ersten Anlagejahr auch noch Zinsen auf die bereits erwirtschafteten Zinsen anfallen, erhalten Anleger wesentlich bessere Renditen als bei jährlichen Zinsauszahlungen. Der effektive Zins liegt damit deutlich über dem vertraglich vereinbarten Nominalzins. 


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