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Einlagensicherung Portugal

Gemäß Richtlinien der Europäischen Union hat der Staat Portugal bereits 1994 einen Fonds zur Einlagensicherung eingerichtet. Die portugiesische Einlagensicherung ist verpflichtet, Spareinlagen privater Sparer bis zu einem Maximalbetrag von 100.000 Euro abzusichern. 

  • Was ist die portugiesische Einlagensicherung?

    Sollte eine Bank Zahlungsaufforderungen nicht mehr nachkommen können, muss Portugal den Kunden dieser Bank ihre Einlagen bis zur Garantiegrenze von 100.000 Euro aus Mitteln des portugiesischen Einlagensicherungsfonds zurückzahlen. Die Rückerstattung der Spareinlagen muss innerhalb von 20 Werktagen nach der Beantragung der Rückerstattung durch den Anleger beim portugiesischen Einlagensicherungsfonds erfolgen.

    Die portugiesische Einlagensicherung hat ihre zentrale Aufgabe in erster Linie darin, Spareinlagen bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank zu sichern. Auf makroökonomischer Ebene soll die portugiesische Einlagensicherung allgemein die Stabilität des Finanz- und Zahlungssystems in Portugal gewährleisten. Nach vorausgegangener Absprache mit der portugiesischen Zentralbank (Banco de Portugal) ist die portugiesische Einlagensicherung befugt, zeitlich befristete Maßnahmen zu ergreifen, um Banken aus einer finanziellen Schieflage zu helfen. Neben der Rückerstattung von Spareinlagen an die Kunden der Bank aus Mitteln des Einlagensicherungsfonds kann die portugiesische Einlagensicherung auch an Plänen zur Restrukturierung von angeschlagenen Banken mitwirken.

    Alle Banken in Portugal, die Einlageprodukte für private Sparer anbieten, müssen Mitglied im portugiesischen Einlagensicherungsfonds sein und sich an diesem entsprechend der insgesamt verwalteten Einlagen finanziell beteiligen. Aktuell umfasst der portugiesische Einlagensicherungsfonds rund 50 Banken, darunter natürlich auch die portugiesische Partnerbank von Savedo, Atlantico Europa.

    Der portugiesische Einlagensicherungsfonds wird von einem mehrköpfigen Ausschuss geleitet. Vorstand des Ausschusses ist der Vizepräsident der portugiesischen Zentralbank, Pedro Miguel de Seabra Duarte Neves.


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  • Welche Einlagen müssen durch die portugiesische Einlagensicherung geschützt werden?

    Der portugiesische Einlagensicherungsfonds hat Spareinlagen privater Sparer aus dem In- und Ausland, die bei in Portugal lizenzierten Banken angelegt sind, abzusichern. Als zu sichernde Spareinlagen gelten hierbei Tagesgeld-, Festgeld- und Girokonten. Geldanlagen in andere Produkte (beispielsweise Wertpapiere oder Aktienfonds) sind nicht durch die portugiesische Einlagensicherung geschützt.


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  • Welcher Betrag muss durch den portugiesischen Einlagensicherungsfonds gesichert werden?

    Der portugiesische Einlagensicherungsfonds muss private Sparguthaben auf Konten in Portugal lizenzierter Banken bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank absichern. Wer Einlagen von mehr als 100.000 Euro bei ein- und derselben Bank tätigt, hat demnach keinen Anspruch darauf, mehr als die garantierte Summe aus Mitteln des portugiesischen Einlagensicherungsfonds zurückerstattet zu bekommen.


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  • Wann greift die portugiesische Einlagensicherung?

    Die portugiesische Einlagensicherung wird tätig, sobald eine Bank, die Mitglied im portugiesischen Einlagensicherungsfonds ist, in Zahlungsschwierigkeiten gerät und dies der portugiesischen Einlagensicherung meldet. Daneben können auch die portugiesische Zentralbank oder Privatpersonen die portugiesische Einlagensicherung auffordern, Informationen zur Liquidität einer Bank einzuholen und gegebenenfalls bei dieser Bank getätigte Spareinlagen zurückzuzahlen.


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  • Wie finanziert sich die portugiesische Einlagensicherung?

    Die portugiesische Einlagensicherung bestückt ihren Sicherungsfonds mit Geldern, die von den Mitgliedsbanken der portugiesischen Zentralbank und dem portugiesischen Finanzministerium zur Verfügung gestellt werden. Der Sicherungsfonds muss zu jeder Zeit mit mindestens 0,80 Prozent der insgesamt in Portugal gesicherten Einlagen ausgestattet sein. In der Regel verfügt der Fonds über wesentlich mehr finanzielle Mittel als durch EU-Richtlinien vorgeschrieben.

    Für den unwahrscheinlichen Fall, dass aufgrund einer schweren Bankenkrise die vorhandenen Gelder des portugiesischen Einlagensicherungsfonds nicht ausreichen, um allen betroffenen Sparern ihre Einlagen bis 100.000 Euro zurückzuzahlen, ist die portugiesische Regierung verpflichtet, den Fonds mit weiteren Mitteln auszustatten. Sollte selbst die Regierung in Zahlungsschwierigkeiten geraten, hat sich die Europäische Union verpflichtet, für Spareinlagen privater Sparer zu garantieren.



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