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Effektivzins

Der effektive Zinssatz spielt sowohl bei Spareinlagen als auch bei Krediten die entscheidende Rolle. Im einen Fall meint der Effektivzins den tatsächlich erwirtschafteten Gewinn, im anderen Fall steht er für die tatsächlich mit einem Kredit verbundenen Kosten.

  • Effektiver Zinssatz bei der Geldanlage

    Bei Anlagen steht der effektive Zinssatz für die tatsächlichen Einkünfte, die beispielsweise aus Festgeldern oder Anleihen generiert werden. Ein wichtiger Faktor bei der effektiven Verzinsung von Geldanlagen ist beispielsweise die Anzahl der Zinsgutschriften innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Je öfter dem anfänglichen Guthaben Zinszahlungen zufließen, desto stärker wirkt sich der Zinseszinseffekt aus. Folglich steigt die effektive Verzinsung über den nominalen Zinssatz.

    Bei Tagesgeld ist die Verwendung des Effektivzinses eher weniger gebräuchlich. Stattdessen wird der Zinsertrag meist gesondert ausgewiesen. Anders bei einer Anleihe: Hier ist vor allem der Kaufpreis für die Effektivverzinsung entscheidend. Liegt der Kaufpreis unter dem Nominalwert, steigt dadurch die effektive Verzinsung.


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  • Effektiver Zinssatz im Kreditwesen

    Im Zusammenhang mit Krediten bezeichnet der Begriff Effektivzins die tatsächlichen Kosten, die mit einem Darlehen verbunden sind. Die Basis für den effektiven Jahreszins bildet der nominale Zinssatz, der wiederum den eigentlichen Preis für das von der Bank geliehene Geld repräsentiert. Jedoch lassen sich aus dem Nominalzins noch nicht die tatsächlich anfallenden Kosten ableiten.

    In den effektiven Zinssatz fließen noch andere kostenrelevante Faktoren wie beispielsweise Laufzeit, Bearbeitungsgebühren und Disagio mit ein. Auch die Kosten für eine Restschuldversicherung, die zur Bedingung für einen erfolgreichen Kreditabschluss abgeschlossen wird, muss in den Effektivzins mit einkalkuliert werden.


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